- Home
- NEUIGKEITEN
- connexta | Von Unternehmertum zu erfolgreichem Exit
Neuigkeiten
connexta | Von Unternehmertum zu erfolgreichem Exit
2025
In nur vier Jahren hat AURELIUS Wachstumskapital aus dem regionalen IT-Dienstleister ID.KOM die connexta-Gruppe aufgebaut: acht Zukäufe, ein fast verzehnfachter Umsatz von heute rund €120 Mio., operativ der Aufbau einer integrierten IT-Services-Gruppe mit über 300 IT-Fachkräften an elf Standorten. Ende 2023 wurde connexta nach dieser Buy-and-Build- und Integrationsphase erfolgreich an Fremman Capital veräußert. Gründer und Management blieben an Bord.
Am Anfang dieser Reise stand im Jahr 2019 die Mehrheitsbeteiligung der AURELIUS Wachstumskapital an ID.KOM, einem etablierten IT-Dienstleister aus dem Allgäu mit klarer Mittelstandsausrichtung und eigenem Rechenzentrum in Kempten. ID.KOM bot, was eine erfolgreiche Plattform als Buy-and-Build-Ausgangspunkt benötigt: eine loyale Kundenbasis, technische Stärke und ein Management, das ambitioniert wachsen wollte. Gleichzeitig war der Markt geprägt von hoher Fragmentierung, steigenden Anforderungen in Bereichen wie Cloud und Cybersecurity sowie zunehmendem Nachfolgedruck bei vielen Inhabern.
Buy-and-Build mit Unternehmern
In den vier Jahren nach Einstieg wurde die Buy-and Build Idee konsequent umgesetzt. Ausgehend von ID.KOM baute AURELIUS Wachstumskapital eine IT-Services-Gruppe auf, die in diesem Zeitraum acht Unternehmen kaufte und so gezielt regionale Systemhäuser mit spezialisierten IT-Anbietern in den Bereichen Cloud, Cybersecurity und Managed Services kombinierte. So steigerte die connexta-Gruppe ihren Jahresumsatz von rund €13 Mio. im Jahr 2019 auf etwa €120 Mio. im Jahr 2023.
Wesentlich war dabei der unternehmerische Ansatz. Die hinzugewonnenen Gesellschaften waren Unternehmen, deren Gründer nach zusätzlichen Wachstumschancen und nach Lösungen für ihre Nachfolge suchten. Diese Gründer blieben Teil der connexta-Gruppe; ihr Lebenswerk wurde bewahrt und in der Gruppe weitergeführt. AURELIUS Wachstumskapital legte Wert darauf, dass die Unternehmen auch nach der Integration ein hohes Maß an eigener Handlungsfähigkeit behielten und das gelebte Unternehmertum nicht ausgebremst wurde.
„Wir sind auf Kooperationen mit Unternehmern spezialisiert. Mit unserer langjährigen Erfahrung in diesem Bereich ist es uns in den vergangenen vier Jahren mit der connexta gelungen, eine schlagkräftige, wachstums- und innovationsstarke Gruppe zu bilden. Aber jeder Zukauf bedeutet auch, das Lebenswerk eines erfolgreichen Unternehmers zu respektieren und dessen Fortführung zu ermöglichen“, so Nico Vitense, Managing Partner bei AURELIUS Wachstumskapital.
Der respektvolle Umgang mit Gründern war ein wesentlicher Faktor dafür, dass die connexta-Gruppe im Markt als attraktiver Partner wahrgenommen wurde und weitere Unternehmer bereit waren, sich anzuschließen.

Von lokalen Einheiten zur integrierten Plattform
Die connexta-Gruppe wuchs nicht nur durch Zukäufe, sondern wurde auch organisatorisch zusammengeführt. connexta kombinierte regionale Systemhäuser mit hoher Kundennähe und Standard-IT-Services mit spezialisierten Unternehmen in Bereichen wie Cybersecurity, Cloud und Managed Services. Im Ergebnis entstand eine Gruppe mit über 300 IT-Fachkräften an elf Standorten in Deutschland, die mittelständischen Kunden heute ein End-to-End-Angebot von klassischer Infrastruktur bis zu hochspezialisierten IT-Services bietet.
Auf Gruppenebene wurden ein gemeinsames Management und zentrale Funktionen in Bereichen wie Finance, HR, Einkauf, M&A, Vertrieb und Marketing aufgebaut. Technische Kompetenzzentren definierten Standards und bündelten Fachwissen in Schlüsselthemen wie Microsoft 365, Azure, Datacenter und IT-Sicherheit. Ziel war es, eine Organisation zu schaffen, die die persönliche Nähe und Flexibilität der lokalen Einheiten mit der Skalierbarkeit und Professionalität eines integrierten Dienstleisters verbindet.
Parallel dazu wurde das Geschäftsmodell weiterentwickelt. Neben klassischen Projektumsätzen und Infrastrukturgeschäft wuchsen Managed Services, Wartungsverträge und andere wiederkehrende Erlöse deutlich. Cross-Selling zwischen den Gesellschaften nahm zu und zeigte, dass sich die Gruppe nicht nur organisatorisch, sondern auch kommerziell integrierte. connexta wurde so zu einem verlässlichen, langfristig orientierten IT-Partner für den Mittelstand.
Integration, Daten und Exit-Readiness
Ein wesentlicher Baustein für die Wertsteigerung war die professionelle Integration. Statt die connexta-Gruppe als lockeren Verbund zu sehen, arbeiteten das Unternehmen und AURELIUS Wachstumskapital früh an einer einheitlichen Steuerungs- und Datenbasis. Dazu gehörten harmonisierte KPIs, ein konsistentes Reporting und Transparenz über wiederkehrende Umsätze, Kundenentwicklung und die Effekte aus Zukäufen und Cross-Selling. So ließ sich im Exit-Prozess klar zeigen, wie sich die Gruppe entwickelt hatte und wo weitere Potenziale lagen.
„Wir waren vom Potenzial des Marktes und der ursprünglichen Plattform überzeugt. Für unser Team war der Aufbau von connexta ein Beispiel unserer Stärke – der Kombination aus Kapital und operativer Weiterentwicklung. Mithilfe unserer Expertise ist es gelungen, in kurzer Zeit eine starke, integrierte Plattform zu entwickeln“, so Eric Blumenthal, Partner bei AURELIUS Wachstumskapital.
Gleichzeitig wurde das Organisationsdesign so aufgestellt, dass die Gruppe nicht nur für den aktuellen Umsatzstand, sondern auch für weiteres Wachstum vorbereitet war. Fragen nach zentralen und dezentralen Zuständigkeiten, Entscheidungswegen und der Rolle des Group Managements wurden klar beantwortet. Das erhöhte die Glaubwürdigkeit des Wachstumspotenzials und verdeutlichte, dass connexta nicht nur schnell gewachsen, sondern auch strukturell gut aufgestellt war.
Verkauf an Fremman Capital und Ausblick
Im Dezember 2023 veräußerte AURELIUS Wachstumskapital die connexta-Gruppe an Fremman Capital. Wichtig war, dass Gründern und Management im Rahmen des Exits eine klare Perspektive geboten wurde. Die Unternehmer blieben an Bord und begleiten auch heute den weiteren Weg der Gruppe weiter.
„Ausgehend von ID.KOM haben wir gemeinsam mit AURELIUS Wachstumskapital eine Gruppe aufgebaut, die die Stärken regionaler IT-Unternehmen mit einem breiten Portfolio moderner IT-Services verbindet. AURELIUS hat uns bei Zukäufen, Integration und Professionalisierung unterstützt, ohne unsere unternehmerische Kultur zu gefährden. Mit Fremman Capital können wir diesen Wachstumskurs fortsetzen und connexta weiterentwickeln“, so Jens Stief, CEO der connexta-Gruppe.
„Wir sehen connexta als ideale Ergänzung zu unserer Investmentstrategie, angesichts der Attraktivität des Marktes, der hohen Qualität des hervorragend integrierten Unternehmens sowie der Möglichkeit, in einem fragmentierten Markt weiter zu wachsen. Wir freuen uns darauf, mit dem herausragenden Managementteam von connexta zusammenzuarbeiten und diese Wachstumsgeschichte mit unserer Expertise weiterzuschreiben“, so Dr. Mirko Meyer-Schönherr, Gründungspartner von Fremman Capital.
Für AURELIUS Wachstumskapital steht connexta damit exemplarisch für ihren Ansatz: ein starkes Plattformunternehmen identifizieren, zusätzliche Gesellschaften in einem partnerschaftlichen Modell integrieren, das Geschäftsmodell hin zu planbaren, wiederkehrenden Umsätzen weiterentwickeln und die Organisation frühzeitig auf einen professionellen Exit vorbereiten.
Für connexta begann 2024 mit dem neuen Eigentümer die nächste Wachstumsphase – aufbauend auf Strukturen, die gemeinsam mit den Unternehmern der Gruppe geschaffen wurden.